Steuerberaterprüfung: Finanzierung & Förderung vom Arbeitgeber

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Im Durchschnitt kostet die Steuerberaterprüfung zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Dazu zählen die Prüfungsgebühren der StB-Kammer, aber vor allem die Kosten für die Vorbereitungskurse. Wie kann man das finanzieren und wie können Arbeitgeber unterstützen? Wir haben einen Überblick.


Finanzierung der Steuerberater-Weiterbildung

Um die Weiterbildung zum Steuerberater finanzieren zu können, sollte man am besten direkt ab dem Berufseinstieg jeden Monat mehrere hundert Euro zur Seite legen. Bei 200 Euro pro Monat hat man nach zwei Jahren fast 5.000 Euro angespart. Das ist schonmal eine gute Basis.

Prämiengutschein/ Bildungsprämie
Bildungsprämie

  • Staat übernimmt die Hälfte der anfallenden Kosten für Weiterbildungskurse und -prüfungen, maximal 500 EUR. Kurs darf also max. 1.000 Euro kosten
  • Voraussetzungen: mind. 25 Jahre alt, max. 20.000 Euro Einkommen/ Jahr, persönliches Beratungsgespräch
  • www.bildungspraemie.info

Regionale Förderungen

  • Brandenburg übernimmt bis zu 70% der Kosten, in Bremen und Rheinland-Pfalz gibt es einen Scheck über 500 Euro, in Hamburg und NRW bis zu 2.000 Euro. Das sind nur einige der zahlreichen Fördermöglichkeiten, die die Bundesländer anbieten.
  • Eine gute Übersicht bieten die Seiten von Dr. Bannas und Dr. Endriss

Steuerlich absetzen
Das brauchen wir Ihnen als Steuerexperte eigentlich nicht sagen, aber Sie können die Kosten natürlich als Werbungskosten absetzen. Wenn man schon genau weiß, welche Kosten in welcher Höhe anfallen werden, sollte man für den Lohnsteuerabzug einen Freibetrag beantragen, um mehr Nettogehalt ausgezahlt zu bekommen.


Unterstützung vom Arbeitgeber

Auch viele Arbeitgeber fördern ihre Mitarbeiter auf dem Weg zum Berufsziel Steuerberater. Es gibt einen bunten Strauß voller Fördermöglichkeiten, die je nach Arbeitgeber sehr unterschiedlich ausfallen können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Unterstützung der Freistellungsphase vor dem Steuerberaterexamen durch bezahlte Zusatzurlaubstage
  • Bezahlte Freistellung vor der mündlichen Steuerberaterprüfung
  • Kostenzuschuss
  • Prämie bei Bestehen der Prüfung

Beispiele für die Förderung der Kosten für die Weiterbildung
Wir haben einige Beispiele gefunden:

  • Der Landwirtschaftliche Buchführungsverband gewährt einen Kostenzuschuss in der Höhe von maximal 5.000 Euro. Darüber hinaus sind ein Ansammeln von Urlaubstagen und teilweise unentgeltliche Freistellung bis zu sechs Monaten für die Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung möglich.
  • Bei BDO gibt es laut eigenen Angaben großzügige Unterstützung der Freistellungsphase vor dem Steuerberaterexamen durch bezahlte Zusatzurlaubstage sowie bezahlte Freistellung vor der mündlichen Steuerberaterprüfung.
  • PwC unterstützt die Prüfungsvorbereitung zum StB oder WP durch ein Förderungsbudget von bis zu 13.000 € (bezahlte Freistellungszeit).


Erfahrungsberichte: So haben andere Steuerberater die Weiterbildung finanziert

Wie heißt es so schön – “grau ist alle Theorie”. Daher wollten wir es ganz praktisch wissen und haben Erfahrungen zur Finanzierung eingeholt:

Christoph, seit 2015 Steuerberater und Vorbereitungslehrgang beim Lehrgangswerk Haas

Ich habe mir einige Jahre vorher regelmäßig Geld zur Seite gelegt und damit das komplette Examen (Vollzeitvorbereitung, somit inkl. “Gehaltsausfall”) von meinem Ersparten finanziert, ohne jegliche Darlehen.

Pascal, seit 2015 Steuerberater und Vorbereitungslehrgang an der Akademie Henssler

Meine Steuerberatervorbereitung habe ich durch ein Darlehen meiner Mutter finanziert, mit 15 TEUR kommen Sie bei der Vollzeitvorbereitung beim Lehrgangswerk Haas oder Akademie Henssler auch gerade so hin.


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