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Beruf Steuerberater

Bachelor Studium Steuerberater

Steuerberater werden – Mit einem Studium qualifizieren

Über 60% der Steuerberater haben ein akademisches Studium abgeschlossen und sich für eine Karriere in der Steuerberatung entschlossen. Damit überwiegt der Anteil der Akademiker an der Gesamtzahl der StB in Deutschland. Vor allem für diejenigen, die nach der Bestellung zum StB noch die weitere Karriere als Wirtschaftsprüfer anstreben, ist ein abgeschlossenes Studium von Vorteil. Nachfolgend gibt es einen Überblick über das Thema Studium und die Studiengänge

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Das Steuerberater Studium – Welche Studiengänge kommen in Frage?

Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, sich mit einem Studium auf eine StB-Karriere vorzubereiten. Die Bundessteuerberaterkammer formuliert es so:

Zur Steuerberaterprüfung ist zuzulassen, wer ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium oder ein Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich absolviert hat und eine anschließende praktische Tätigkeitszeit von zwei bzw. drei Jahren nachweisen kann.

Das bedeutet also, dass mehrere Studiengänge die Voraussetzungen erfüllen. Gemeint sind vor allem:

  • Volkswirtschaftslehre
  • Betriebswirtschaftslehre (Business Administration, General Management, Wirtschaftswissenschaften)
  • Rechtswissenschaften (Jura, auch Wirtschaftsrecht)
  • Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung, z. B. Wirtschaftsingenieur, aber auch Mathematik mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre

Ein Teil dieser Studiengänge ermöglicht übrigens auch interessante Kombinationen bei der späteren Arbeit. So kann beispielsweise ein Jura-Absolvent nach dem bestandenen Steuerberaterexamen seinen Mandanten sowohl juristische als auch steuerberatende Dienstleistungen anbieten und sich somit eine größere Kundschaft aufbauen. Man ist also Rechtsanwalt und Steuerberater in Personalunion.

Spezialisierte Studienangebote

Mit Einführung der Bachelor und Master Studiengänge sind auch neue Studienangebote entstanden, die sich spezifisch mit dem Thema Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung beschäftigen. Nun gibt es zusätzlich zu der bewährten, oben genannten Variante, sich mit einem Studium wie BWL, Jura oder Wirtschaftsrecht auf den Job vorzubereiten, auch Angebote wie den dualen Bachelor „Steuern und Wirtschaftsprüfung“ an der Hochschule Niederrhein. Oder den Vollzeit-Bachelor „Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung“ an der FH Ludwigshafen. Die Bandbreite der Studienmöglichkeiten ist also in den letzten Jahren größer geworden.

Was soll ich studieren?

Generell sollte man als Studieninteressent bei der Studienwahl eine Entscheidung treffen: Wer sich sicher ist, dass er eine Karriere im Bereich Steuern und Wirtschaftsprüfung anstrebt, der ist mit spezialisierten Studium sehr gut bedient. Wer aber sich noch ein paar andere Türen offen halten möchte, der sollte lieber einen breiter gefächerten Studiengang wie BWL wählen, bei dem man sich im Hauptstudium dann mittels Schwerpunkten spezialisiert. Viele passende Studiengänge findest du in unserer großen Datenbank.

Entscheidung Steuerberater Studium



Wenn du im Studium den Wunsch „Beruf Steuerberater“ entdeckst, gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, sich entsprechend auszurichten. Allerdings musst du dafür eventuell flexibel bei der Wahl deiner Hochschule/ Hochschulstadt sein.

Steuerberater Schwerpunkte Studium

Natürlich können wir dir an dieser Stelle keinen Studiengang empfehlen, denn es kommt auf dich individuell an. Was sind deine Stärken? Welches Studienmodell möchtest du wählen? Wie sicher bist du dir über deinen Berufswunsch? Bist du bereit, in eine Stadt am anderen Ende Deutschlands zu ziehen? Oder möchtest du lieber in deiner Nähe studieren?

Fakt ist: Die Studienwahl kann man nicht innerhalb von ein paar Stunden abhaken. Dafür musst du dich intensiv mit den Möglichkeiten und Unis und FHs beschäftigen.

Universitäten und Fachhochschulen mit Bachelor im Bereich Steuern/ Steuerlehre / Taxation

Dies sind einige Beispiele, um dir das Spektrum der Studienangebote zu zeigen. Alle Studiengänge findest du in der Bachelor-Datenbank.

Hochschule Bachelor-Studiengang Studienform
Duale Hochschule Baden-Württemberg Steuern und Prüfungswesen dual
FH Düsseldorf Wirtschaft (Schwerpunkt Steuereinflüsse im Unternehmen) Vollzeit
FH Erfurt Business Administration (Schwerpunkt Rechnungswesen) Vollzeit
FH Worms Steuerlehre Vollzeit
Hochschule Aalen Internationale Betriebswirtschaft (Schwerpunkt Finance, Accounting & Taxation) Vollzeit
FOM Hochschule Steuerrecht berufsbegleitend
Hamburger FernFH Betriebswirtschaft (Schwerpunkt Steuerlehre) Fernstudium
Uni Potsdam BWL (Vertiefung Steuern) Vollzeit

Der Weg zur Zulassung zur StB-Prüfung

Durch die Einführung der Bachelor und Master Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses wurde das Studium zweigeteilt. Während man früher nach vier Jahren mit dem Diplom abschloss und ins Berufsleben einstieg, hat man heute nach dem Erststudium und dem damit verbundenen Bachelorabschluss die Wahl zwischen dem Berufseinstieg und einem weiterführenden Master. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wer mit dem Bachelorabschluss anfängt, zu arbeiten, muss auf eine höhere akademische Qualifikation verzichten, sammelt aber bereits praktische Erfahrungen. Den Master kann man zudem später berufsbegleitend nachholen. Wer sich hingegen entscheidet, direkt im Anschluss an den Bachelor einen konsekutiven Master (von meist 1,5 Jahren) zu absolvieren, kann dementsprechend einen zusätzlichen Abschluss vorweisen und braucht nur zwei Jahre Berufserfahrung für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung.

Zulassung Steuerberater Prüfung mit Bachelor


Das Bachelor Studium

Der Bachelor ist der Standardabschluss des Erststudiums. Beim Bachelor gibt es verschiedene Bezeichnungen, welche die Ausrichtung des Studiums wiedergeben. Beispiel: Beim Bachelor of Engineering besteht ein Großteil der Studieninhalte aus Themen des Ingenieurwesens. Für Bachelor Studiengänge im Bereich Steuern kommen vor allem der Bachelor of Arts und der Bachelor of Science in Frage. Einen Unterschied in der späteren Karriere macht es nicht, welchen Bachelor man absolviert hat. Auch bei der Wahl eines Masters ist die Bezeichnung nicht ausschlaggebend – wer einen Bachelor of Arts (B.A.) hat, kann auch ein Master of Science (M.Sc.) Studium beginnen.

Mit dem Bachelorabschluss ist der erste akademische Grad erreicht und man kann ins Berufsleben einsteigen. Eine Alternative ist, einen konsekutiven, also direkt an den Bachelor anschließenden Master zu beginnen. Alle Informationen hierzu gibt es im Artikel zum Master Studium.

Generell kann man keine Empfehlung aussprechen, welcher Weg der richtige ist. Am besten für Bachelorstudenten in den höheren Semestern ist es, sich z.B. auf Berufs- und Karrieremessen direkt bei den in Frage kommenden Unternehmen umzuhören, welchen Weg sie bevorzugen und welche Angebote sie z.B. bzgl. einer späteren Weiterbildung mit dem Master machen.